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5.500 NEUE BÄUME IM QUELLSCHUTZGEBIET

WALDUMBAU IN URSPRING

Stabile Mischwälder sorgen auch in Zukunft dafür, dass ausreichend sauberes Trinkwasser in Amberg und Umgebung zur Verfügung steht. Im Rahmen des bundesweiten Bergwaldprojekts fanden sich Freiwillige aus ganz Deutschland im Quellschutzgebiet in Urspring ein, um ihren persönlichen Beitrag zu einem klimastabilen Mischwald zu leisten. Die Stadtwerke Amberg unterstützen die nachhaltige Aktion mit einer Geldspende.

Laubbäume pflanzen und Laubbäume schützen – das waren die Hauptaufgaben der 17 Freiwilligen, die Anfang November des Vorjahres von München bis Berlin und sogar aus Brüssel angereist kamen. Die Stadtwerke Amberg unterstützten das Projekt mit 7.000 €. Der ehrenamtliche Einsatz ist eine Kooperation zwischen dem deutschlandweit tätigen Verein Bergwaldprojekt und dem Forstamt der Stadt Amberg sowie den Stadtwerken Amberg.

Gemeinsam für einen klimastabilen Wald – hier zu sehen Teamleiter Andreas Frieseke bei der Arbeit, sehr zur Freude von Martin Seits, Leiter des Forstamts der Stadt Amberg und Maximilian Deget, stv. Betriebsleiter Netze & Erzeugung (v.r.n.l.).

Fotonachweis: Karoline Gajeck-Scheuck

Unter der Regie von Projektleiter Andreas Frieseke vom Bergwaldprojekt e. V. pflanzten die Ehrenamtlichen in ihrer Einsatzwoche insgesamt 5.500 Eichen, Elsbeeren, Esskastanien, Winterlinden und Weißtannen; inklusive Wildschutzzaun. Ziel dieser Arbeit ist es auch, die Freiwilligen bei ihrer gemeinsamen Arbeit zu sensibilisieren, um die große Bedeutung von Wäldern und Biodiversität kennenzulernen. Eine Motivation, sich im eigenen Alltag naturverträglicher und zukunftsfähiger zu verhalten. Das Bergwaldprojekt e. V. organisiert seit über 35 Jahren Freiwilligeneinsätze im Wald, Moor und Offenlandschaften. Mittlerweile bringt der Verein bei seinen Einsatzwochen in Deutschland mehr als 5.000 ehrenamtliche Helfer in die Natur.  

„Es ist unser Auftrag, klimaresiliente Laubmischwälder zu begrünen und damit auch sauberes Trinkwasser für Generationen zu sichern. Intakte Wälder sind ein sicherer Garant für sauberes Trinkwasser“, wie Martin Seits, Leiter des Forstamt der Stadt Amberg, erklärt. „Der Waldumbau im Quellschutzwald ist von zentraler Bedeutung für den langfristigen Schutz unserer Trinkwasserressourcen“, wie auch von Maximilian Deget, stellvertretender technischer Leiter Netze & Erzeugung, bestätigt wird.

Durch die gezielte Umgestaltung hin zu standortgerechten und klimastabilen Mischwäldern wird nicht nur die Wasserqualität gesichert, sondern auch die nachhaltige Versorgung künftiger Generationen gewährleistet. Denn ein gesunder und vielfältiger Quellschutzwald wirkt wie ein natürlicher Filter, der dafür sorgt, dass das wichtigste Lebensmittel – sauberes Wasser – in ausreichender Menge zur Verfügung steht.

STADTWERKE INVESTIEREN IN DIE VERSORGUNG

DAMIT DAS WASSER WEITERFLIESST

Mit einer neuen modernen Pumpe für den Brunnen IV werden Zuverlässigkeit und Effizienz in der Trinkwasserversorgung erhöht. Die neue Brunnenpumpe sorgt für eine verbesserte Energieeffizienz durch niedrigen Stromverbrauch.

„Gerade der steigende Wasserbedarf und häufigere Trockenzeiten in der Region erfordern in Zukunft eine zuverlässige Wasserzufuhr aus den Brunnen“, bestätigt der stellvertretende Betriebsleiter Netze & Erzeugung, Maximilian Deget.

Die neue Pumpe minimiert Ausfallzeiten, reduziert Wartungskosten und schont Ressourcen. Der Zustand des mittlerweile fast 60 Jahre alten Brunnens wurde vor dem Einbau der neuen Förderpumpe mittels Kamera festgehalten. Insgesamt werden sieben Tiefbrunnen von den Stadtwerken Amberg betrieben.

Maximilian Deget, stv. Betriebsleiter Netze & Erzeugung sorgt mit seinem Team dafür, dass das Wasser in Amberg sicher läuft.

Fotohinweis: Karoline Gajeck-Scheuck

Bleirohre stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Eigentümer sind gesetzlich verpflichtet, entsprechende Leitungen zu ersetzen.

Bleirohre stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Eigentümer sind gesetzlich verpflichtet, entsprechende Leitungen zu ersetzen.

LEITUNGEN MÜSSEN AUSGETAUSCHT WERDEN

BLEIROHRE ALS GESUNDHEITSRISIKO

Mit der Novellierung der Trinkwasserverordnung ist der Austausch bleihaltiger Trinkwasserleitungen gesetzlich vorgeschrieben. Eigentümer sind verpflichtet, entsprechende Leitungen bis zum Frühjahr zu ersetzen. Eine Fristverlängerung ist nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt jedoch möglich.

Gerade in älteren Gebäuden kann das Trinkwasser erhöhte Bleikonzentrationen aufweisen und stellt somit ein Gesundheitsrisiko dar. Das gilt besonders dann, wenn das Wasser über einen längeren Zeitraum hinweg – etwa über Nacht – in den Leitungen steht. Gefährdet sind vor allem Schwangere und Kinder, da sie empfindlicher auf Blei reagieren. Bleileitungen lassen sich aber vergleichsweise einfach erkennen, da das Material deutlich weicher ist als Kupfer oder Eisen.

Lässt sich mit einem Messer eine Kerbe in das Rohr ritzen, handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Blei. Eisenrohre sind magnetisch, während Kupferleitungen durch ihre charakteristische Farbe identifiziert werden können. Wer ganz sicher gehen will: Eine fachgerechte Untersuchung des Trinkwassers in einem Labor schafft Klarheit über eine mögliche Bleibelastung. Diese Analysen sind jedoch kostenpflichtig.

Gebäude, die nach 1973 gebaut wurden, enthalten keine Bleileitungen mehr. Übrigens können Bleirohre bis zur Übergabestelle an den Hauseigentümer im gesamten Wassernetz der Stadtwerke Amberg ausgeschlossen werden. Die überdurchschnittlich hohe Qualität des Trinkwassers wird durch regelmäßige Proben garantiert.

DEM AMBERGER WASSER AUF DER SPUR

Am internationalen Tag des Wassers – am 22. März 2026 – laden die Stadtwerke – Groß und Klein zu einer geführten Wanderung entlang des WasserWanderWegs ein. Die Aktion ist kostenlos. Um Anmeldungen wird gebeten.

Der WasserWanderWeg führt vom Lindenbrünnerl zum alten Pumpwerk. Weiter geht’s über die Lindenallee zum Mariahilfbergweg hinauf. Der WasserWanderWeg führt dann weiter über den Philosophenweg und über den Stufenweg zum Berg. Hier oben beschäftigen sich die Familien mit den Hochbehältern, die für den ausreichenden Wasserdruck zur Versorgung der Stadt notwendig sind. Der 6 km lange Rundweg führt durch eine schöne Umgebung, Kinder und Eltern erfahren Wissenswertes rund um die Wasserversorgung. Der WasserWanderWeg ist ein Freizeittipp für die ganze Familie und kann auch ohne fachkundige Führung erkundet werden.

Am 22. März 2026 – zum internationalen Tag des Wassers - laden die Stadtwerke Amberg zu einer kostenlosen geführten Wanderung mit Ludwig Fischer ein.

Anmeldungen für Vereine, Schulen und andere Gruppen sind bei Unternehmenssprecherin Karoline Gajeck-Scheuck per
E-Mail an karoline.gajeck@stadtwerke-amberg.de oder unter der Tel. 09621 603-403 möglich.

Außenaufnahme des ehemaligen Pumpwerk am Wasserwanderweg mit Beschilderung

LEBENSQUELLE TRINKWASSER

In Amberg gibt es zwei verschiedene Trinkwasservorkommen: das Grundwasser aus dem Bereich zwischen Engelsdorf und Paulsdorf und das Quellwasser aus dem Urspringer Wald – beide zeichnen sich durch einen besonders weichen Härtegrad aus.

Härtebereich weich: weniger als 1,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 °dH)

Härtebereich mittel: 1,5 - 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht 8,4 bis 14 °dH)

Härtebereich hart: mehr als 2,5 Millimol Calciumcarbonat je Liter (entspricht mehr als 14 °dH)

Wer es ganz genau wissen will: das Urspringer Quellwasser liegt bei 3 ° dH und das Engelsdorfer Grundwasser

bei 7 ° dH. Aktuelle Wasseranalysen sind auf www.stadtwerke-amberg.de unter der Rubrik Wasser erhältlich.

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